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Blockdiagramm: Im Blockdiagramm erkennt man sehr schön das 7-Gang- Motor-Potentiometer, das eine zentrale Aufgabe in diesem Verstärker übernimmt. Die 7 Signale, die hier herübergehen, werden gemeinsam im Pegel beeinflußt, eine wichtige Aufgabe eines 7-Kanal- Verstärkers.
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Egal, welcher Eingang benutzt wird, das Eingangssignal ist immer ein 2-kanaliges-, also ein Stereo-Signal. Diese beiden Hauptkanäle heißen hinter dem Potentiometer L und R, also Left und Right.
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Zum Erzeugen eines Raumklangeindrucks errechnet der digitale Signalprozessor (DSP, IC24) fünf weitere Kanäle RL, RR, FL, FR und C, also RearLeft, RearRight, FrontLeft, FrontRight und Center. Ursprünglich war diese Anordnung dafür gedacht, aus einer 2-Kanal-Dolby-Surround-Quelle einen Kinofilm-ähnlichen Raumklang zu produzieren. Die Kanaltrennung ist aber derart bescheiden, dass dieses System mit dem modernen Dolby Digital System, bei dem die einzelnen Signale echt 5- oder mehrkanalig gespeichert werden, nicht mithalten kann.
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Jetzt kommt das Beste: Hinter dem 7-Gang-Potentiometer befinden sich alle Einstellmöglichkeiten für die Pegelanpassung der einzelnen Kanäle, ein Muting-Schalter, ein Klangregler + Bass Extension für die Main-Kanäle (L + R), ein Mixer mit LowPass Filter, der aus den Kanälen L, R und C das Subwoofersignal bildet, ein grafischer Equalizer für den Center-Kanal, sowie die Endstufen mit den Schaltrelais. Also: alles was man benötigt, um ihn in einen echten 7-Kanal-Verstärker umzubauen.
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Endstufen: Der Verstärker besitzt für seine 7 Kanäle natürlich auch 7 unabhängige Endstufen. Die 3 Hauptkanäle L, R und C sind gleich aufgebaut und besitzen eine etwas höhere Leistung. Gemessen habe ich 136 W (RMS) an 4 Ohm an jedem Kanal, wenn sie einzeln belastet werden.
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Die 4 Effekt-Kanäle RL, RR, FL und FR sind auch gleich aufgebaut und kommen mit einer etwas kleineren Leistung aus. Gemessen habe ich 42 W (RMS) an 4 Ohm an jedem Kanal, wenn sie einzeln belastet werden. Bei gleichzeitiger Belastung aller Kanäle dürfte die Ausgangsleistung (wegen des gemeinsamen Netzteils) etwas kleiner werden.
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Modifikation: Die 5 Kanäle RL, RR, FL, FR und C hat sich der “DIGITAL SOUND FIELD PROCESSOR” reserviert. Normalerweise kommt man an diese von aussen nicht heran. Und genau das ist das Problem. Um diese 5 Kanäle jedoch nutzen zu können, braucht man nur die 5 entsprechenden Eingangsleitungen des Potentiometers zu trennen und mit von aussen zugänglichen Steckverbindern zu versehen.
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Herausgeführt werden die 5 Ausgänge des DSFP und die 5 Eingänge des Potentiometers. Wenn die neue Eigenschaft nicht benutzt werden soll, verbindet man jeden der 5 Ausgänge mit dem entsprechenden Eingang durch eine kleine Brücke. Dann verhält sich der Verstärker wie vor dem Umbau.
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Möchte man die 7 Verstärker-Kanäle einzeln nutzen, lässt man die 5 Ausgänge des DSFP offen und führt die Signale RL, RR, FL, FR und C den Eingängen des Volume-Motor-Potentiometers zu. Die Signale L und R führt man wie gehabt auf zwei Stereo-Eingänge.
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Signal-Quelle: Als Signal-Quelle benutzt man z.B. einen DVD-Player oder einen DVB-S Sat-Receiver mit integriertem Dolby Digital Decoder, oder einen externen Dolby Digital Decoder. Diese Geräte liefern neben den digitalen Signalen auch 5 oder 6 Analoge Signale über Chinch-Buchsen. Neuerdings gibt es auch für nur ein paar Euro 6- und 8-kanalige PC-Soundkarten mit integriertem AC3-Dekoder. Ich hab’s probiert, es funktioniert. So kann man sich mit einigen guten Lautsprechern ein High-End PC-Surround-Systemaufbauen, das wirklich von einem anderen Kaliber ist, als gewöhnliche Kaufhaus-Systeme.
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Steckverbinder: Ein Blick auf die Rückwand der Verstärkers zeigt, dass für zusätzliche Stecker kaum Platz vorhanden ist. Da 10 Chinch-Stecker auf keinen Fall irgendwohin passen, habe ich die Signale auf einen 15-poligen Sub-D-Steckverbinder gelegt. Für diesen Stecker gibt es aber auch nur eine brauchbare Position.
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Umbau: Links oben im Bild erkennt man die einzelnen Elemente des 7-kanaligen Potentiometers (goldfarbig). Die Potentiometer-Elemente sind über eine Rutschkupplung (quaderförmiges Gehäuse) mit dem Motor (zylinderförmiges Gehäuse) verbunden. Unter dem Poti befindet sich der 6-polige Leiterplatten-Steckverbinder (#2), über den die 5 Signale des DSFP zum Poti geführt werden. Diese Leitung wird aufgetrennt, um den externen Steckverbinder einzuschleifen.
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der neuen Leitungen gelegt. Auf die 5 mittleren Stege werden die werden die Ausgänge des DSFP und die roten Adern der neuen Leitungen gelegt. An den rechten Balken werden die Schirme der neuen Leitungen angeschlossen. Diese sind mit der Ground-Ader der Flachbandleitung (rote Markierung) verbunden. Mit etwas Schrumpfschlauch wird das ganze stabil verpackt.
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Möchte man den Verstärker mit externen Surround Signalen betreiben, lässt man die Pins mit den roten Leitungen offen und verwendet die gelben Leitungen als Eingänge. Am Verstärker kann man für diesen Fall die Betriebsart “CONCERT VIDEO 1” (Programm 7) wählen. Möchte man nur Stereo hören, schaltet man den Effekt aus (EFFECT OFF). Die Pegel der Kanäle FRONT, REAR und CENTER lassen sich per Fernbedienung unabhängig voneinander in weiten Bereichen einstellen. Die Main-Kanäle besitzen einen normalen Klangregler mit “BASS” und “TREBLE” -Poti. Der Center-Kanal kann über einen 5-kanaligen Equalizer korrigiert werden. (Die Klangregler sind bei mir allerdings fast immer arbeitslos, die Klangfelder erst recht).
Ich verwende den Verstärker (u.a.) als (gehobenes) PC-Soundsystem mit einer REALTEK 7.1 Soundkarte, Subwoofer, JBL Control 1G als Main-Lautsprecher, Quadral-Würfel für den Rest. Das funktioniert prima.
Für einen 5.1-Betrieb lässt man die FRONT-Kanäle einfach unbenutzt. Die Eingänge (Pin 1 und 10) kann man auf GND (Pin 9 und 3) oder auf die Ausgänge des DSPs (Pin 2 und 11) legen.
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Tips: Alle zusätzlichen Leitungen sollten geschirmt ausgeführt werden.
Die Schirme der neuen Leitungen haben keine Verbindung zum Gehäuse des Verstärkers.
Die kompletten Service-Unterlagen (Papier) zu diesem Verstärker bekommt man für 11,- Euro beim Schaltungsdienst Lange, Berlin. Diese Unterlagen sind sehr umfangreich, vollständig, hoch aufgelöst und in einem wirklich brauchbaren Format. Die Fülle an Information, die darin steckt, kann man über das Internet kaum übertragen.
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