YAMAHA DSP-A590

Blockdiagramm:
Im Blockdiagramm erkennt man sehr schön das 5-Gang- Motor-Potentiometer, das eine zentrale Aufgabe in diesem Verstärker übernimmt. Die 5 Signale, die hier herübergehen, werden gemeinsam im Pegel beeinflußt, eine wichtige Aufgabe eines 5-Kanal- Verstärkers.
Egal, welcher Eingang benutzt wird, das Eingangssignal ist immer ein 2-kanaliges-, also Stereo-Signal. Diese beiden Hauptkanäle heißen hinter dem Potentiometer L und R, also Left und Right.

DSP-A590_Geraet_1T

Zum Erzeugen eines Raumklangeindrucks errechnet ein digitaler Signalprozessor (DSP) drei weitere Kanäle RL, RR und C, also RearLeft, RearRight und Center. Ursprünglich war diese Anordnung dafür gedacht, aus einer 2-Kanal-Dolby-Surround-Quelle einen Kinofilm-ähnlichen Raumklang zu produzieren.
Die Kanaltrennung ist aber derart bescheiden, dass dieses System mit dem modernen Dolby Digital System, bei dem die einzelnen Signale echt 5- oder mehrkanalig gespeichert werden, nicht mithalten kann.

Jetzt kommt das Beste: Hinter dem 5-Gang-Potentiometer befinden sich die Einstellmöglichkeiten für die Pegelanpassung der einzelnen Kanäle, ein Muting-Schalter, ein Mixer mit LowPass Filter, das aus den Kanälen L, R und C das Subwoofersignal bildet, sowie die Endstufen mit den Schaltrelais. Also: alles was man benötigt, um hieraus einen brauchbaren 5-Kanal-Verstärker zu bauen.

Modifikation:
Um die drei Verstärker-Kanäle RL, RR und C, die sich der DSP reserviert hat, nutzen zu können, braucht man nur die drei entsprechenden Eingangsleitungen des Potentiometers zu trennen und mit jeweils zwei Chinch-Buchsen zu versehen. Somit enthält jede dieser Leitungen einen Ausgang (vom DSP) und einen Eingang (zum Poti), die auf insgesamt 6 Buchsen herausgeführt werden.
Wenn die neue Eigenschaft nicht benutzt wird, verbindet man jeden der drei Ausgänge mit dem entsprechenden Eingang durch eine kleine Brücke. Dann verhält sich der Verstärker wie vorher.

Möchte man die 5 Kanäle einzeln nutzen, lässt man die drei Ausgänge offen und führt die Signale RL, RR und C den Eingängen des Potis zu. Die Signale L und R führt man wie gehabt auf zwei Stereo-Eingänge.

die drei Ausgänge etwas größer

die drei Ausgänge

die Leiterplatte des Motor-Potis

die drei Eingänge auf der
Leiterplatte des Motor-Potis

die Buchsenplatte

Ansicht des Verstärkers von der Seite

Signal-Quelle:
Als Signal-Quelle benutzt man z.B. einen DVD-Player mit integriertem Dolby Digital Decoder. Dieser liefert neben den digitalen Signalen auch 5 oder 6 Analoge Signale über Chinch-Buchsen.

Tips:
Alle zusätzlichen Leitungen sollten geschirmt ausgeführt werden.

Die Buchsenplatte ist eine einseitig kupferkaschierte Leiterplatte, die die Masseanschlüsse der 6 Buchsen miteinander verbindet. Diese Masse hat an dieser Stelle keine Verbindung zum Gehäuse des Verstärkers.

Die kompletten Service-Unterlagen (Papier) zu diesem Verstärker bekommt man für 11,- Euro beim Schaltungsdienst Lange, Berlin. Diese Unterlagen sind sehr umfangreich, vollständig, hoch aufgelöst und in einem wirklich brauchbaren Format. Die Fülle an Information, die darin steckt, kann man über das Internet kaum übertragen.

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